Wald, Wiese, Watschelgang

Eine DFGL-Wanderung bei Rochlitz

An einem sonnigen Sonntag im Oktober starteten 16 Wanderfreudige eine Tagestour an die Zwickauer Mulde nach Rochlitz.

Der Startpunkt am Ufer-Parkplatz war optimal. In Lothars Kofferraum war zur Einstimmung ein ordentlicher Vorrat Cidre („Wander-Champagner“), der dankbare Abnehmer fand. Schon nach 20 fußläufigen Metern über die Mühlenkanalbrücke ein Paukenschlag: Im Glanze der Mulde trohnte das Rochlitzer Schloß vor dem farbenprächtigen Mischwald.
Porphyrverzierte Uferhäuser aus vergangenen Jahrhunderten zogen beeindruckte Blicke auf sich.

Die ersten 1700 Meter am Ufer zeigten uns verschiedene Vereinsgelände und dienten dem Warmlaufen. Im tiefen Wald passierten wir den „Mordgrund“, den glücklicherweise alle unbeschadet passieren konnten.

Der folgende Anstieg zum Rochlitzer Berg hat uns spüren lassen, dass die Beinmuskeln noch intensive Aktivitäten entwickeln können. Belohnt wurden wir mit vielseitigen Eindrücken am Gipfel. Hier boten der Friedrich-August-Turm, die Haberkornschen Porphyr-Steinbrüche und die Panorama-Aussicht ein buntes Entdecker-Portfolio.
Dabei waren manche naturnahen Waldbodenbewunderinnen vom reichhaltigen Pilzangebot so beeindruckt, dass mindestens 36 Prachtexemplare im Wandergepäck den Talabgang antraten. Gleiches taten wir auch, um das Mittagsziel zu erreichen.

Nach dem Verlassen des Waldes ein romantischer Blick ins Tal. Vor uns tauchten die attraktiven Dörfer Fischbach und Sörnzig auf. Im dortigen Landgasthof haben wir dann mit Kürbissuppe, Schnitzel, Putensteak und Gemüseplatte unsere Energiespeicher wieder aufgefüllt.

Danach ging es schwankender Weise über das Wasser – Grund waren nicht die alkoholischen Getränke vom Mittagstisch, sonder die 1. Hängebrücke des Tages. Auf kleinen Straßen neben der stillgelegten Muldental- Eisenbahnlinie wurde viel Geschnattert und die Zeit verging wie im Flug. Nicht flugfähig waren die Enten und Gänse in manchem Gehöft am Wegesrand, doch Ihren Watschelgang wollten wir nicht nachahmen.

Nach dem Passieren der Hängebrücke Numero 2 gönnten wir uns dann die langersehnte Kaffeepause im Blümchen-Café am Rochlitzer Schloss mit vielen süßen Leckereien und Heißgetränken.

Der Blick in den Schlosshof rundete nach gut 6 Stunden die 11 Kilometer Wanderstrecke ab. Für „Genußwanderer“, die eine abwechslungsreiche Natur und sehenswerte Baudenkmäler schätzen, hier die Route (Empfehlung: Wanderung entgegen dem Uhrzeigersinn).

Am Spätnachmittag haben wir guter Dinge die Heimreise angetreten – es gab sogar Stimmen, die gern noch so einen Tag dran gehängt hätten.
Nun, die DFGL arbeitet bereits an neuen Ausflugsideen – lasst Euch überraschen!

Initiator der vielseitigen Wanderrunde war Mathias, der tatkräftig von Lysann unterstützt wurde.

MS 14.10.2019

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