Mit einem 5-tägigen Festprogramm, das u.a. Vorträge, Lesungen, Führungen und Konzerte umfasste und in Kooperation mit dem Institut français Leipzig, dem französischen Honorarkonsulat in Leipzig , sowie vielen weiteren Kooperationspartner*innen realisiert wurde, hat die DFGL im September 2025 an 200 Jahre Brailleschrift erinnert.
Die Projektpartner danken ganz herzlich dem Deutsch-Französischen Bürgerfonds, der Kulturstiftung des Freistaats Sachsen und der Sparkasse Leipzig für die finanzielle Unterstützung, ohne die dieses anspruchsvolle und wunderbare Projekt nicht möglich gewesen wäre.

„Die Hände des Louis Braille“
Louis Braille stellte sich vor 200 Jahren die Frage, wie Schrift blinden Menschen zugänglich gemacht werden kann und erfand ein System von sechs tastbaren Punkten: Die Blindenschrift, nach ihm auch Braille-Schrift genannt. Ein Meilenstein auf dem langen Weg der Inklusion. Im Zeichen dieser herausragenden Erfindung wird mit der Veranstaltungsreihe Auf den Punkt gebracht das Entdecken, eine Diskussion und neue Perspektiven auf Kunst und Teilhabe – jenseits des Sehens – ermöglicht.
Die Erfindung der Blindenschrift durch das junge Genie Louis Braille hat das Leben von Blinden und Sehbehinderten auf der ganzen Welt verändert. Eine besondere „Sprache“, in Frankreich erfunden, international verwendet, interkulturell und menschenverbindend: Die Brailleschrift wurde 1825 von dem Franzosen Louis Braille entwickelt. 200 Jahre später wird sie in der ganzen Welt von Blinden und Sehbehinderten verwendet. Im Jahr 2020 würdigte die Deutsche UNESCO-Kommission die Brailleschrift, ihre Ausprägung und Bedeutung als immaterielles Kulturerbe.


Gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern präsentierten die Deutsch-Französische Gesellschaft Leipzig, das französische Honorarkonsulat und das Institut français Leipzig ein vielfältiges Programm, um die Erfindung der Braille-Schrift gebührend zu feiern. Ein Mitmachaufruf, an dem sich verschiedene Künstler*innen und Institutionen beteiligen, lud dazu ein, Kunst sinnlich neu zu erleben – über Wahrnehmungs- und Sprachgrenzen hinweg. Außerdem standen eine Führung im dzb lesen, eine Lesung mit der französischen Autorin Hélène Jousse, ein Konzert mit der Organistin Solveig-Marie Oma und Studierenden, eine Filmvorführung und eine Podiumsdiskussion auf dem Programm.
In Kooperation mit: Deutsches Zentrum für barrierefreies Lesen – dzb lesen, Hochschule für Musik und Theater Leipzig, Schaubühne Lindenfels, Inclusive Gaming GmbH Leipzig, Galerie für zeitgenössische Kunst Leipzig, Servicestelle Inklusion im Kulturbereich des Landesverbands Soziokultur Sachsen und der Sparkasse Leipzig.
Gefördert von: Kulturstiftung Sachsen und D-F Bürgerfonds.



